Was kann EMAS und was sollte EMAS können?

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Mit insgesamt sechs Workshops in verschiedenen Bundesländern und einer Abschlussveranstaltung in Berlin im Laufe des Jahres 2018 werden im Rahmen eines Projektes des Umweltbundesamtes verschiedene Themen zur Weiterentwicklung des europäischen Umweltmanagementsystems EMAS diskutiert. In den ersten zwei Workshops diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Rolle von Energieaudit und Energiemanagement im Kontext von EMAS, sowie den Mehrwert des EMAS-Systems im umweltrechtlichen Vollzug.

EMAS und Energiemanagement
Der erste Workshop am 7. Dezember in Frankfurt am Main richtete sich an Unternehmen und weitere Akteure im Energiebereich. Nach einer kurzen Vorstellung verschiedener Energieaudits und  Managementsysteme stellten zwei EMAS-Organisationen, das Europäische Patentamt und die Druckerei Lokay ihr Energiemanagement im Betrieb vor. Anschließend diskutierten die 23 Teilnehmenden über die Vorteile und Herausforderungen der verschiedenen Ansätze. In diesem Zusammenhang stießen die Neuerungen der geänderten Anhänge der EMAS-Verordnung und des Nutzerhandbuchs auf Interesse. So erlaubt das sogenannte Multisite-Verfahren eine vereinfachte Begutachtungsmethode in bestimmten Branchen, was insbesondere Erleichterungen für Organisationen mit einer Vielzahl von Standorten Kostenvorteile für die Begutachtungen erbringt.

Mehrwert von EMAS für den umweltrechtlichen Vollzug

Ein zweiter Workshop am 18. Januar ging der Frage nach, welchen Mehrwert EMAS für den umweltrechtlichen Vollzug bietet, und ob EMAS bei der behördlichen Aufgabenwahrnehmung entlasten kann.

Beide Workshops sind Teil einer Reihe mit insgesamt sechs EMAS-Workshops in verschiedenen Bundesländern und einer Abschlussveranstaltung in Berlin im Laufe des Jahres 2018, die von Arqum GmbH und adelphi im Rahmen eines UBA-Projektes organisiert und veranstaltet werden.

Termine für die kommenden Workshops (emas.de):

22.02.2018, Umweltaspekte in der Lieferkette – Mit EMAS alles unter Kontrolle?

22.03.2018, Workshop zu EMAS im Kontext der CSR-Berichterstattung

13.04.2018, Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung – Instrumente für die Praxis

Die Ergebnisse der Workshops fließen in die Weiterentwicklung des EMAS-Systems ein. Die EMAS-Verordnung als rechtliche Grundlage des weltweit anspruchsvollsten Umweltmanagementsystems wird in mehrjährigen Intervallen überarbeitet. Nach den Änderungen der Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung und des Nutzerhandbuchs Ende 2017 wird voraussichtlich im ersten Quartal 2018 auch der geänderte Anhang IV veröffentlicht.

Für weitere Informationen zu der Workshop-Reihe und zur Anmeldung schreiben Sie bitte eine kurze Email an arqum@arqum.de. (Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses)

Quelle: DIHK