Start des Marktstammdatenregisters verzögert sich weiter

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Die Bundesnetzagentur hat bekannt gegeben, dass sich der Start des Marktstammdatenregisters bis Sommer 2018 verzögert. Der genaue Starttermin soll am 1. Februar 2018 veröffentlicht werden. Einige Meldepflichten wie für Strom- und Gaslieferanten sind derzeit ausgesetzt. Meldungen sollen dann nach Start des Registers nachgeholt werden.

Folgende Meldepflichten sind derzeit zu erfüllen:

  • EEG-Anlagen melden vorerst weiter in das Anlagenregister  und das PV-Meldeportal. Meldungen müssen spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme bzw. ab Erteilung der Genehmigung erfolgt sein. Andernfalls verfällt der Vergütungsanspruch.
  • KWK-Anlagen mit einer Inbetriebnahme nach dem 1. Juli 2017 registrieren sich hier.
  • Um den Mieterstromzuschlag zu erhalten, erfolgt die Meldung hier.

Bestandsanlagen können noch nicht die Übernahme der Daten überprüfen. Dies geht erst nach Start des Registers und ist bis 30.06.2019 möglich. Die Bundesnetzagentur betont, dass keine Bußgeldverfahren eingeleitet werden, wenn sich Verzögerungen der Meldung aus der Verspätung des Registers ergeben.

Unterdessen hat die Bundesnetzagentur auf eine Presseanfrage hin bekannt gegeben, dass geringfügige Strom- und Gaslieferungen nicht registriert werden müssen und bezieht sich dabei auf Werkskantinen, Studenten-WGs und Wohnheime. Rechtssicherheit bietet das für die betroffenen Unternehmen allerdings nicht, da nach wie vor keine Bagatellgrenze eingezogen werden soll. Da sich der Start des Registers weiter verzögert, rät der DIHK derzeit allen Unternehmen, erst einmal abzuwarten, sofern sich nicht obige Meldepflichten ergeben.

Quelle: DIHK