Die Erreichbarkeit von Unternehmen ist heute von großer Bedeutung für die Gewinnung von Mitarbeitenden. Mobilität ist ein zentraler Standortfaktor. Für Kommunen und Wirtschaft stellt das Betriebliche Mobilitätsmanagement deshalb ein wichtiges Handlungsfeld dar. Mit dem Wettbewerb ways2work will das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW neue nachhaltige Mobilitätsprojekte unterstützen, um Mobilität effektiver zu gestalten und Verkehrsemissionen zu senken.

ways2work: Wettbewerb für Kommunen und Unternehmen gestartet

Die notwendigen Ressourcen und Kompetenzen stellt ein landesweites Netzwerk aus Partnern sicher: Das Zukunftsnetz Mobilität NRW, das ILS und BEMO als Vertretung aller IHKs in Nordrhein-Westfalen bringen ihre langjährige Projekterfahrung und fachliche Expertise ein.
Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mobilität soll vielen Menschen im Alltag eine schnelle und klimafreundliche Fortbewegung ermöglichen. Das betrifft auch die Arbeitswege, die heute oft nur mit dem eigenen Auto zurückgelegt werden. Die Folge: Lange Pendelstrecken, lange Abstelldauer des Pkw am Wohn- und Arbeitsort, Staus. Das kostet Zeit, Geld und kann der Gesundheit schaden.

Dabei gibt es gerade bei der Betrieblichen Mobilität viel Potenzial für Verlagerung und Vermeidung von Verkehren. Dafür braucht es die Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Akteuren: engagierte Unternehmen, die gemeinsam mit anderen Betrieben und ihren Kommunen neue Konzepte für ihren Standort entwickeln. Dieser Wettbewerb fördert deshalb genau solche Gemeinschaftsprojekte und unterstützt bei der Planung und Umsetzung von Mobilstationen, Fahrradwegen, ÖPNV und Co.

Gefragt sind gute Ideen und der Austausch der Unternehmerschaft vor Ort

Vielleicht hat die Firma gegenüber den gleichen Bedarf wie das eigene Unternehmen? Gemeinsam mit den Nachbarinnen und Nachbarn sowie mit Unterstützung der Kommune lassen sich vielleicht auch größere Projekte realisieren. Im Fokus des Wettbewerbs stehen Maßnahmen, die das Angebot des öffentlichen Verkehrs beziehungsweise der sogenannten „geteilten Mobilität“ für den Arbeitsweg verbessern. So werden On-Demand-Angebote, Sharing-Angebote, Mobilstationen mit bis zu 80 Prozent gefördert.

Kommunen können mit ways2work Betriebliches Mobilitätsmanagement in ein ganzheitliches Mobilitätskonzept einbinden. In Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen können so attraktive Mobilitätsangebote geschaffen werden, die die Erreichbarkeit der Unternehmensstandorte verbessern und gleichzeitig die Standortattraktivität erhöhen.

Wettbewerb bis Dezember 2027

Der Wettbewerb läuft bis Dezember 2027 und ist unterteilt in zwei Stufen und die anschließende Umsetzungsphase:
Stufe 1 läuft bis Ende Februar 2023. Hier werden Projektskizzen und Maßnahmenideen entwickelt und durch eine Fachjury bewertet und für die nächste Stufe qualifiziert.

Stufe 2 erstreckt sich auf den Zeitraum März 2023 bis Jahresende 2023. Im Fokus steht die Ausarbeitung der Skizzen hin zu einem qualifizierten Feinkonzept. Die Umsetzungsphase beginnt Ende Februar/Anfang März 2024. Dann erfolgt die finale Bewertung durch eine Fachjury, die Fördermittel werden bewilligt und die Projekte anschließend umgesetzt. Insgesamt werden 80 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert.

Kooperation mit örtlichem Unternehmen Voraussetzung

Teilnehmen können alle Städte, Kreise, Gemeinden und kommunalen Zweckverbände in Nordrhein-Westfalen. Voraussetzung ist eine Kooperation mit mindestens einem örtlichen Unternehmen. Kooperationen zwischen Kommunen und einer größeren Anzahl an Betrieben beziehungsweise Unternehmen sind möglich und ausdrücklich erwünscht.

Mehr Infos hier und bei der IHK Ostwestfalen, Daniela Becker, Tel.: 0521 554-234 oder d.becker@ostwestfalen.ihk.de.