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Erstmals sichere Verbindung von Faserverbund- und Stahlbauteilen durch neue Technologie

Mit dem sogenannten FAUSST-Verbinder, einem hybriden Gewirk aus drei Komponenten, können jetzt klassische Konstruktionswerkstoffe wie Stahl oder Metalle sicher mit neuen Composite-Werkstoffen verbunden werden. Entwickelt wurde die Innovation von Hamburger und Rostocker Forschern im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF).

Ein Viertel aller CO2-Emissionen weltweit entsteht im Transportbereich. Mit dem Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen im Fahrzeugbau können die Fahrzeuggewichte verringert und damit die CO2-Emissionen im Transportgewerbe reduziert werden. Ein Problem besteht jedoch in der Verbindung von Faserverbundstoffen mit Stahlbauteilen. Bis heute werden diese Materialien entweder verklebt oder verbolzt. Im Schiffbau stellt das eine besonders große Herausforderung dar, denn in dieser Branche müssen alle Stücke einzeln produziert werden. In der Folge steigen die Kosten enorm.

Die Lösung des Problems besteht aus sechs Buchstaben und beinhaltet drei Komponenten: Die innovative FAUSST-Technologie – FAUSST steht für „Faserverbund- und Stahl-Standardverbindung“ – fügt Faserverbundbauteile und Stahlbauteile sicher und fest zusammen. Die so verbundenen Strukturen genügen auch den größten Anforderungen im Fahrzeug- und Schiffbau, ebenso in der Luft- und Raumfahrt. Dabei ist FAUSST den bisherigen füge-technischen Klebeverfahren im Schiffbau weit überlegen: Die Prozesszeit ist bis zu 50 Prozent schneller und selbst Einsätze, die sonst zu komplex und zeitaufwändig sind, lassen sich mittels FAUSST realisieren. Zudem ist die neue Technologie einfach in bestehende Prozessketten integrierbar. Neben einer Patentanmeldung wurde im Juni 2018 die Hyconnect GmbH in Hamburg gegründet, um FAUSST für den industriellen Einsatz weiterzuentwickeln. Für Ihre Leistungen wurden die Forscher am 13.11.2019 mit dem Otto-von-Guericke-Preis 2019 der AiF ausgezeichnet.
Mehr Informationen, Ansprechpartner und einen kurzen Film zu dem IGF-Projekt „FAUSST“ finden Sie hier: https://www.aif.de/presse/presseinformationen/detailansicht/news/stabile-verbindung-aus-faserverbund-und-stahl-innovation-aus-hamburg-holt-otto-von-guericke-preis.html
Quelle: Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen

Bild: Maksym Yemelyanov/stock.adobe.com

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