DIHK-Faktenpapier Saubere Luft bis 2020

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In vielen deutschen Städten werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Es drohen Fahrverbote – mit erheblichen Auswirkungen für die Wirtschaft. Bund, Länder und Kommunen suchen nach Lösungen. Der DIHK zeigt in seinem „Faktenpapier Saubere Luft bis 2020“ Lösungsmöglichkeiten auf, wie mit einer nachhaltigen Verbesserung von Verkehr und Mobilität in Städten Fahrverbote vermieden werden können.

In noch 70 deutschen Städten wurden im Jahr 2017 die Grenzwerte für Stickstoffdioxid (NO2) überschritten. Aufgrund der Klagen von Umweltverbänden drohen hier Fahrverbote. Sie würden Millionen Dieselfahrzeugen in Deutschland die Fahrt in Städten verwehren. Um dies zu vermeiden, suchen Bund, Länder und Kommunen derzeit nach Lösungen, die Luftqualitätsstandards ohne Verkehrsbeschränkungen einzuhalten.

Dabei verbessert sich die Luftqualität in Städten seit Jahren: Im Jahr 2017 wurden die niedrigsten Werte für Feinstaub und Stickstoffdioxid in Städten seit Beginn ihrer Aufzeichnungen gemessen. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Landesumweltämter wurde an den Messstationen mit zu hohen Werten eine Reduzierung von im Schnitt 6 Prozent erreicht. Setzt sich dieser Trend fort, werden im Jahr 2020 zwei Drittel aller betroffenen Städte die Luftqualitätsstandards einhalten. Die verbleibenden Städte werden weitere Anstrengungen unternehmen müssen, um die NO2-Grenzwerte der EU erreichen zu können. In den meisten von ihnen werden lokale Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation an besonders belasteten Straßenabschnitten ausreichen. Die übrigen Städte werden weitere Anstrengungen unternehmen müssen, um die NO2-Grenzwerte der EU erreichen zu können.

Der DIHK empfiehlt den Städten dazu jeweils individuelle Maßnahmenbündel, die auf die Bedingungen vor Ort abgestimmt sind. Durch Verkehrsverstetigung, Nachrüstung oder Erneuerung öffentlicher Fahrzeugflotten, einen nachhaltigen Wirtschaftsverkehr, innovative Innenstadtlogistik-Konzepte, Investitionen in den Umweltverbund sowie die Umleitung von Verkehrsanteilen können sie die Grenzwerte bis zum Jahr 2020 erreichen.

Quelle: DIHK