EU-Kommission schlägt Änderung der Krebsrichtlinie vor

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Nach Angaben der Kommission ist Krebs mit einem Anteil von 53 Prozent die häufigste arbeitsbedingte Todesursache in der EU. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Kommission am 13. Mai 2016 Änderungen an der Richtlinie über Karzinogene und Mutagene (2004/37/EG) vorgeschlagen. Damit will sie den Arbeitnehmerschutz vor krebserzeugenden Chemikalien verbessern. Konkret soll die Exposition am Arbeitsplatz gegenüber 13 karzinogenen chemischen Stoffen reduziert werden, indem für diese neue oder geänderte Grenzwerte in die Richtlinie aufgenommen werden.

Bei den 13 Stoffen handelt es sich u. a. um Chrom(VI)-Verbindungen, Hartholzstäube, Hydrazin und Quarzfeinstaub. Insbesondere bei diesen Stoffen ist eine hohe Zahl von Arbeitnehmern betroffen, bei Quarzfeinstaub beispielsweise über fünf Millionen. Die vorgeschlagenen Grenzwerte beziehen sich dabei auf die Höchstkonzentration, in der das Karzinogen in der Luft am Arbeitsplatz vorhanden sein darf.

Insgesamt hat die Kommission zwanzig vorrangige chemische Arbeitsstoffe mit Blick auf mögliche Grenzwerte einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen. Die sieben bislang unberücksichtigten Stoffe sollen noch näher untersucht und möglicherweise Teil eines weiteren Vorschlags bis Ende 2016 sein.

Die bisherige Richtlinie enthält in ihrem Anhang III lediglich Grenzwerte für drei Stoffe. Neben diesen definiert sie spezifische Anforderungen an den Arbeitgeber und beschreibt Maßnahmen zur Gesundheitsüberwachung und Aufbewahrung von Dokumenten.

Zur Pressemitteilung der Kommission gelangen Sie hier. Den Vorschlag zur Richtlinienänderung sowie den vorgesehenen neuen Anhang III mit den Grenzwerten finden Sie unter diesem Link (auf der rechten Seite).

Quelle: DIHK