Die Gründung der Sprunginnovationsagentur wurde im August 2018 durch das Bundeskabinett beschlossen. Mit ihr sollen besonders risikobehaftete FuE-Vorhaben gefördert werden, die das Potenzial haben den Markt zu verändern. Das BMBF hat einen Pilotinnovationswettbewerb ausgeschrieben, der mithilfe dezentraler Speicherlösungen einen Beitrag zur Energiewende leisten soll. Die Frist zur Einreichung der Projektskizzen ist: 15. Juli 2019Förderziel: Förderziel ist die Entwicklung eines Energiespeichers für den Hausgebrauch, um somit dezentrale Versorgungslösungen voranzubringen und den Umstieg auf erneuerbare Energien weltweit zu unterstützen. Aufgrund des schwankenden Angebots von Sonne und Wind sind Energiespeicher ein wichtiger Baustein für die globale Energiewende. Gleichzeitig haben Milliarden Menschen keinen oder nur unsicheren Zugang zu Elektrizität, insbesondere in Regionen mit reichhaltigem Angebot an erneuerbaren Energiequellen. Obwohl die Erzeugung aus Sonne und Wind erschwinglich ist, ist ihr Anteil an der Elektrizitätserzeugung in vielen Regionen des globalen Südens vernachlässigbar. Es fehlen kostengünstige Speicher, um den Strom bedarfsgerecht über den Tag verteilt zur Verfügung zu stellen. Dezentrale Speicherlösungen würden die Lebensqualität in ländlichen Regionen ärmerer Länder verbessern und können auch in Industriestaaten wie Deutschland Angebotsüberschüsse von Wind und Sonne nutzbar machen sowie die Stromnetze entlasten.

Zuwendungsempfänger: Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Deutschland sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Niederlassung in Deutschland.

Antragverfahren: Das Verfahren ist dreistufig angelegt.

1) Vorlage von Projektskizzen
Über das Förderportal des Bundes (https://foerderportal.bund.de/easyonline/nutzungsbedingungen.jsf?redirectFrom=/easyonline/formularbearbeitung.jsf) ist bis zum Stichtag des 15. Juli 2019 eine Projektskizze in deutscher Sprache einzureichen. Im Anschluss werden die für eine Förderung der Konzeptphase ­geeigneten Projektideen ausgewählt.

2) Vorlage vollständiger Förderanträge für die Wettbewerbsphase
In der zweiten Verfahrensstufe werden die Gewinnerteams aufgefordert, innerhalb von drei Wochen einen förmlichen Förderantrag im Förderportal des Bundes vorzulegen. Nach abschließender Antragsprüfung wird über eine Förderung entschieden. Es folgt eine einjährige Konzeptphase, in der parallel bis zu sechs Vorhaben bzw. Verbünde gefördert werden.

3) Einreichung förmlicher Förderanträge für voraussichtlich bis zu zwei Verbundprojekte (Projektphase)
Die Verfasser von bis zu zwei positiv bewerteten Konzepten werden aufgefordert, einen vollständigen förmlichen Förderantrag für die Projektphase im Förderportal des Bundes vorzulegen. Als Ergebnis des Konzeptwettbewerbs können bis zu zwei Verbundvorhaben gefördert werden, wobei jeweils mindestens eine Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung und mindestens ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Konsortium vertreten sein muss. Die Verbundvorhaben sollen die vorgeschlagene Lösung mindestens bis zum Stadium des Labor-Demonstrators bringen sowie belastbare Konzepte zur Markteinführung in den Zielmärkten vorlegen

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger beauftragt: Projektträger Jülich (PTJ), Geschäftsbereich Energie Grundlagenforschung (EGF)
Ansprechpartner beim PTJ sind:
Dr. Gesine Arends, Telefon +49 (0) 24 61/61-97 73, g.arends@fz-juelich.de
Astrid Lewalter, Telefon +49 (0) 24 61/61-92 83, a.lewalter@fz-juelich.de

Die vollständige Förderrichtlinie finden Sie hier: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2419.html