Europäischer Verbund für maschinelles Lernen aus der Taufe gehoben

Am 6. Dezember wurde die Gründung des European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS) verkündet. Ziel des Verbundes ist es die Erforschung von Künstlicher Intelligenz in Europa auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen.
Das Vorhaben nahm seinen Anfang in einem offenen Brief der europäischen KI-Szene von April dieses Jahres. Dort äußerten sie ihre Sorge über die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Spitzenforschung zu KI im Vergleich zu der in den USA und in China. Sie schlugen den Wissenschaftlern vor, einen europäischen Verbund für maschinelles Lernen ins Leben zu rufen, um die die europäischen Forschungs- und Entwicklung Aktivitäten zu KI zu bündeln und somit die internationale Anschlussfähigkeit sicherzustellen.
Der Vorschlag wurde mit der Gründung von ELLIS in die Tat umgesetzt. Zu den Gründern gehören unter anderen der Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme, Bernhard Schölkopf, sowie die im Ausland forschenden deutschen KI-Pioniere Jürgen Schmidhuber und Sepp Hochreiter.
Der Verbund plant eine Reihe von Maßnahmen. Dazu zählen der Aufbau eines paneuropäischen Netzwerkes, um Durchbrüche in der KI-Forschung zu beschleunigen, und der Aufbau eines europaweiten Promotionsprogramms sowie KI-Technologien in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen. Um die Ziele zu erreichen, liegt der Fokus von ELLIS primär auf den neusten Entwicklungen im maschinellen Lernen, etwa bei neuronalen Netzen oder Deep Learning.
Unternehmen aus Europa – darunter Audi, AVL, Bayer, Bosch, Greiner, Porsche und Siemens – und den USA – wie Amazon, Facebook, Google, NVIDIA und Qualcomm – haben der Initiative bereits Unterstützung zugesichert.
Quelle: Kooperation international

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