Der Start unserer Kurzserie zum Thema Ausbildung erlaubt uns einen Einblick in die Welt der Süßwarenproduktion. In drei Teilen wird Franziska berichten, wie sich ihr Alltag als Auszubildende bei der August Storck KG in Halle gestaltet – lest selbst:

„Hey, mein Name ist Franziska und ich bin 19 Jahre jung. Ich komme aus Lübbecke und habe letztes Jahr eine Ausbildung zur Süßwarentechnologin im Bereich Zuckerwaren bei der August Storck KG in Halle (Westf.) begonnen.

Ich wollte immer einen Beruf, der nicht alltäglich ist. Wenn ich erzählt habe, dass ich Süßwarentechnologin werde, haben immer alle direkt interessiert gefragt, was man denn da machen würde.

Das fragen sich einige von euch jetzt vielleicht auch. Die einfachste Antwort auf diese Frage lautet natürlich „Süßigkeiten herstellen“, aber ein bisschen komplexer ist das Ganze dann natürlich schon.

Da meine Ausbildung dual aufgestellt ist, verbringe ich pro Lehrjahr 3 Schulblöcke à 4 Wochen in der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft oder auch kurz „ZDS“ in Solingen. Es ist die einzige Schule in ganz Deutschland für meinen Beruf.

Meine Mitschüler kommen daher aus ganz Deutschland. Auch mein Ausbilder hat schon gesagt „In der Süßwaren-Branche kennt man sich halt.“. So werden mitunter Toffifee gegen andere Süßigkeiten getauscht.

Eines der Hauptfächer an der ZDS ist die Süßwarenherstellung, wo wir von Dauerbackwaren, Konfekt und Schokolade bis hin zu Speiseeis, die Herstellung jeder erdenklichen Süßigkeit erlernen. Zusätzlich haben wir folgende prüfungsrelevante Fächer: Technische Prozess- und Produktführung – aufgeteilt in Technik und Mathematik, Qualitätssicherung – unterteilt in Qualitätsmanagement, Ernährungslehre und Chemie sowie Wirtschaft und Sozialkunde. Als Nebenfächer kommen dann noch Deutsch, Englisch, Politik, Religion, Geschichte und Sport dazu.

Das Fach Süßwarenherstellung findet im sogenannten Technikum in verschiedenen Praxisräumen statt, die mit den entsprechenden Maschinen ausgestattet sind, die wir für die Herstellung der unterschiedlichen Süßigkeiten benötigen. Dort setzen wir das theoretisch erlangte Wissen dann praktisch um. Im Schokoladentechnikum stellen wir beispielsweise Osterhasen Hohlfiguren her.

Die restliche und damit meiste Zeit der Ausbildung verbringe ich in meinem Ausbildungsbetrieb. Bei Storck wurde ich im 1. Lehrjahr immer 6 Wochen lang in einer Abteilung eingesetzt, angefangen bei den Hartkaramellen, wie zum Beispiel nimm2-Bonbons oder Werther‘s Original. Es folgten dann die Produktionsabteilungen für Mamba, Dickmann’s, Toffifee und nimm2 Lachgummi. Weitere Stationen im Verlauf der Ausbildung sind die Abteilung Forschung und Entwicklung, die an neuen Produkten arbeitet sowie die Qualitätssicherung und das Labor. Wie das in den einzelnen Abteilungen und in der Schule dann genau abläuft, werde ich euch in den folgenden Berichten erklären.“