Auszubildende des Landmaschinenherstellers CLAAS aus Harsewinkel erhalten während ihrer Ausbildung die Möglichkeit, Praxiserfahrungen im Ausland zu sammeln. Als eines von vier Unternehmen bundesweit wurde CLAAS nun hierfür ausgezeichnet.

Die feierliche Ehrung derjenigen Betriebe, die sich mit ihrem Engagement für Auslandspraktika während der betrieblichen Ausbildung besonders verdient gemacht haben, fand am 17. Oktober 2018, im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin statt. Festredner waren Elke Büdenbender und Bundesminister Peter Altmaier.

Für Julian Röttger, Auszubildender bei der CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, ging es während seiner Ausbildung nach Indien. Dort sammelte er wertvolle Erfahrungen in einer der zahlreichen Tochtergesellschaften des Unternehmens. Zusammen mit der Personalleiterin von CLAAS, Frau Antje Kunkies, fand er den Weg nach Berlin, um dort die Gratulationen der Politik und Verbände entgegenzunehmen.

Auslandssemester gehören für viele Studierende selbstverständlich zum Studium, aber in der dualen Ausbildung nutzen nur wenige Auszubildende die Gelegenheit, im Ausland den beruflichen und persönlichen Horizont zu erweitern. Dabei profitieren Betrieb und Auszubildende gleichermaßen von der Auslandserfahrung. Ob im kaufmännischen, gewerblich-technischen oder handwerklichen Beruf: jedes Unternehmen kann seine Auszubildenden ins Ausland entsenden.

Die Auszubildenden fördern durch den Ausbau ihrer Fremdsprachkenntnisse die eigene Karriere. Sie erwerben interkulturelle Kompetenzen, Souveränität im Umgang mit fremden Kulturen und erhalten zudem die Möglichkeit, ausländische Arbeitsformen kennen zu lernen.

Für die Unternehmen ist das Auslandspraktikum ein gutes Argument im Wettlauf um geeigneten Nachwuchs und Mitarbeiterbindung, mit dem Ausbildungsbetriebe für sich werben können.

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, wies darauf hin, dass es das Ziel sein sollte, auch kleinen und mittleren Unternehmen mit Unterstützung der Mobilitätsberaterinnen der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer das Auslandspraktikum für ihre Auszubildenden zu ermöglichen.

Im Anschluss an die Preisverleihung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Mit beruflicher Bildung Grenzen überwinden“ statt. Alle anwesenden Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Praxis waren sich über die Vorteile von Auslandsaufenthalten in der beruflichen Bildung einig.

Weitere Informationen zu Praktika im Ausland erteilt Sengül Budak, Projektkoordinatorin Berufsbildung International, Tel.: 0521 554-163, E-Mail: s.budak@ostwestfalen.ihk.de