Strom aus erneuerbaren Energien wird in den kommenden Jahren weltweit immer günstiger und damit immer wettbewerbsfähiger. Das zeigen zwei Studien des Fraunhofer-Instituts und der International Renewable Energy Agency (Irena). Strom aus konventionellen Anlagen wird es dagegen immer schwerer haben.

Das Fraunhofer Institut hat in der Studie Stromgestehungskosten erneuerbare Energien die Treiber der Kostenentwicklungen unterschiedlicher Erzeugungstechnologien analysiert und eine Prognose bis in das Jahr 2040 erstellt. Verglichen wurden die Gestehungskosten in Deutschland, also Betriebs- und Investitionskosten, von erneuerbaren Energien (Photovoltaik, Wind, Bioenergie) und konventionellen Anlagen (Braunkohle, Steinkohle, Gas). Bereits heute seien erneuerbare Energien wettbewerbsfähig und teils deutlich günstiger als konventionelle Anlagen. Die Gestehungskosten lägen bei etwa 3 bis 11 Cent je Kilowattstunde bei Photovoltaikanlagen und 4 bis 8 Cent bei Onshore-Windanlagen. Bei Offshore-Windanlagen ergäben sich etwa 7 bis 12 Cent aufgrund höherer Betriebs- und Installationskosten. Zum Vergleich: Bei einem neugebauten Braunkohlekraftwerk lägen die Kosten bei etwa 10 bis 15 Cent je Kilowattstunde.

In den kommenden Jahren werde sich diese Entwicklung laut Fraunhofer Institut fortsetzen. Während die Kostendegression bei erneuerbaren Energien anhalte, werde die CO2-Bepreisung die Grenzkosten konventioneller Anlagen deutlich erhöhen. Damit könnten bereits 2030 die Gestehungskosten von erneuerbaren Energien unterhalb der Betriebskosten von Kohlekraftwerken liegen. Damit wäre das Abschalten der konventionellen Anlagen und die Investition in erneuerbare Energien kostengünstiger als ein Fortbetrieb fossiler Kraftwerke.

Auch die International Renewable Energy Agency (Irena) kommt zu dem Ergebnis, dass konventionelle Anlagen weltweit an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Die Kosten neuer regenerativer Anlagen lägen deutlich unterhalb der Gesamtkosten von konventionellen Anlagen. So sanken im vergangenen Jahr die globalen durchschnittlichen Kosten für eine Stromeinheit bei Photovoltaikanlagen um etwa 7 Prozent, bei Offshore-Windkraft um 13 Prozent und bei Onshore-Anlagen um 9 Prozent. Damit könnten laut Irena die Energiekosten einer Volkswirtschaft durch eine Umstellung auf erneuerbare Energien dauerhaft deutlich gesenkt werden.

Quelle: DIHK