POP-Verordnung: Kommission schlägt neue Grenzwerte vor

Die Europäische Kommission hat am 28. Oktober 2021 einen Vorschlag zu neuen sowie verschärften Grenzwerten für bestimmte Chemikalien in Abfällen im Rahmen der so genannten POP-Verordnung (Verordnung über persistente organische Schadstoffe; Anpassung der Anhänge) angenommen. Faktisch sind unter anderem Produkte, wie wasserdichte Textilien, Löschschäume oder bestimmtes Holz betroffen.

Der Vorschlag der EU-Kommission sieht neue Grenzwerte für PFOA, Dicofol sowie Pentachlorphenol, seine Salze und Ester vor. Darüber hinaus, schlägt die Kommission für fünf weitere Stoffe bzw. Stoffgruppen in Abfällen, die Senkung bestehender Grenzwerte vor. Dies betrifft unter anderem PBDE (eingesetzt als Flammschutzmittel in diversen Kunststoffen u.a.). Auf Unternehmen kommen dadurch möglicherweise neue Anforderungen bei der Abfallbewirtschaftung zu.

Im nächsten Schritt befassen sich nun Rat und EU-Parlament mit dem Vorschlag.

Die Mitteilung der EU-Kommission finden Sie hier.

Quelle: DIHK, Berlin

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