Mitte April hat das Bundeswirtschaftsministerium bekanntgegeben, dass der staatliche Umweltbonus für Plug-in-Hybridfahrzeuge noch 2022 auslaufen soll. Auch die Förderbeiträge für Elektroautos werden demnach früher zurückgefahren als geplant.

Der Koalitionsvertrag sieht eine Reform der Förderung für elektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride – also Fahrzeuge mit einer Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotor – vor: Gelder sollten demnach ab 1. Januar 2023 nur noch für Fahrzeuge mit „positivem Klimaschutzeffekt“ fließen. Dieser Effekt soll anhand des elektrischen Fahranteils und einer elektrischen Mindestreichweite festgelegt werden.

Vor dem Hintergrund, dass es sich bei Plug-in-Hybridfahrzeugen häufig um schwere SUVs handelt, möchte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die staatlichen Zuschüsse für diese Fahrzeuge ab 2023 streichen. Käuferinnen und Käufer von Plug-in-Hybriden sollen den Umweltbonus nur noch erhalten, wenn der Neuwagen bis Ende 2022 zugelassen wird.

Fördersätze für rein batterieelektrische Fahrzeuge sollen bis 2025 schrittweise sinken

Gleichzeitig sollen die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Fördersätze für rein batterieelektrische Fahrzeuge bis 2025 schrittweise sinken. Habeck zufolge bewegt sich die Fördersumme aber weiterhin auf einem hohen Niveau, nicht zuletzt, weil die Industrie zusätzliche 50 Prozent beisteuere.

Auch die Bemessungsgrundlage für die Bestimmung der Fördersatzhöhe für reine Elektroautos wird sich ab 2023 ändern und in Zukunft am brutto Gesamtfahrzeugpreis inklusive Sonderausstattung berechnen.

Die Reformvorschläge aus dem Bundeswirtschaftsministerium müssen noch innerhalb der Koalition sowie des Ressorts der Bundesregierung abgestimmt werden.

Der DIHK hat eine Auswahl von für Unternehmen relevanten Förderprogrammen zusammengestellt, mit denen der Bund die Erweiterung der Ladeinfrastruktur sowie den Einsatz von Elektroautos unterstützt. 

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