Baumsetzlinge im Forst werden konventionell durch (physische) Gitterstrukturen und andere röhrenartige Gebilde gegen Verbiss durch Wild geschützt. Ihre manuelle Platzierung ist aufwändig, gleiches gilt für die Entsorgung aus dem Wald, sobald die Setzlinge groß und kräftig genug sind. Eine neuere Methode besteht in der Anwendung eines Verbissschutz-Sprays.

Die Anwendung von Verbiss-Spray zum Schutz von Baumsetzlingen ist einfacher als das Setzen von Gitterstrukturen, die Schutzfunktion geht aber nach einiger Zeit verloren.

Die Anwendung des Sprays durch Drohnen ist gerade in waldigen Hügel- bzw. Gebirgsregionen mit schlecht zugängigen Hanglagen eine große Arbeitserleichterung. Bei dem zunehmenden Mangel an entsprechenden Arbeitsfachkräften (Bevölkerungsschwund in ländlichen Regionen u. a.) stellt das neue Verfahren geradezu eine Voraussetzung für eine hohe Überlebenschance der Baumsetzlinge dar.

Für die Entwicklung des innovativen, anwendungsspezifischen Unmanned Aerial Systems sind verschiedene fachliche Kompetenzen (z. B. auf den Gebieten digitale Bildverarbeitung, Objekterkennung, Nutzung von maschinellem Lernen) nötig. Die GFaI, Mitglied der Zuse-Gemeinschaft, übernimmt einen Teil der Bildverarbeitung, wie das Erkennen der Setzlinge und die Identifikation von Landmarken für die Navigation der Drohnen. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.modisem.de/
Quelle: Zuse-Gemeinschaft