Die Medizin, die Luftfahrt und die Automobilbranche sind häufig auf sehr komplexe Kunststoff-Bauteile angewiesen. Mithilfe additiver Fertigungsverfahren, häufig auch 3D-Druck genannt, können diese individuell, unkompliziert und in passender Stückzahl hergestellt werden. Ein weit verbreitetes und qualitativ hochwertiges Verfahren in diesem Bereich ist das sogenannte Lasersintern. Dabei bringt ein Laser ein Polymerpulver erst zum Schmelzen und baut anschließend das gewünschte Kunststoff-Bauteil schichtweise auf. Doch es gibt einen Haken: Für das Verfahren stehen bislang nur wenige Materialien zur Verfügung, da die Herstellung von sehr feinen Polymerpulvern sehr aufwändig ist und nur für wenige Materialien entsprechende Verfahren etabliert sind. In einem Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn daher neue Verfahren zur Herstellung beliebiger Kunststoffmaterialien in Pulverform entwickeln. Dafür wurde eine Laborhalle aufwändig umgebaut, mit den benötigten Apparaturen und Maschinen ausgestattet und nun nach rund zweijähriger Planungs- und Bauzeit fertiggestellt. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt mit einem Projektvolumen von rund 3,8 Millionen Euro.
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