In Ostwestfalen gibt es viele Menschen mit großartigen Ideen. Sie entwickeln Geschäftsmodelle mit innovativen Produkten und Dienstleistungen und schaffen so für sich eine wirtschaftliche Existenz und für andere Arbeitsplätze. Gleichzeitig fordern sie etablierte Unternehmen heraus, sich weiterzuentwickeln und dem Markt anzupassen oder Platz zu machen für Innovation und Fortschritt. Gründungen sorgen sozusagen für einen gewissen Druck auf dem Kessel. Doch was passiert eigentlich mit unserer Wirtschaft, wenn dieser Druck langsam, aber spürbar nachlässt?
Über einen Zeitraum von nunmehr fünf Jahren hat die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Ostwestfalen um 8,3 Prozent abgenommen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass es bundesweit mit 12,3 Prozent noch weiter bergab ging.
Die aktuell gute Arbeitsmarktlage in Bielefeld und den Kreisen sorgt für weniger Gründungen, denn Erwerbsfähige entscheiden sich momentan eher für das Angestelltenverhältnis und damit gegen die Selbstständigkeit. Das Gründungsgeschehen verliert dadurch an Fahrt. Vor allem Haupterwerbsgründungen sind von dem Rückgang betroffen, während die Nebenerwerbsgründungen annähernd konstant bleiben. Diese Entwicklung wird sich aufgrund der guten konjunkturellen Lage auf absehbare Zeit erst mal fortsetzen. Die aktuelle Devise im Gründungsgeschehen lautet daher eher „Mehr Qualität als Quantität“, denn wer heute gründet, hat es sich aus unserer Erfahrung heraus sehr gut überlegt, wenn er oder sie dafür ein gut bezahltes Jobangebot ausschlägt oder gar den sicheren Arbeitsplatz aufgibt. Aber egal, ob sie im Haupt- oder Nebenerwerb starten, wir stehen ihnen mit unseren zahlreichen Serviceangeboten zur Seite. Der Gründungsreport Ostwestfalen 2019 möchte allen Gründungsinteressierten, politischen Entscheidern, Institutionen und Multiplikatoren einen Überblick über das Gründungsgeschehen in Ostwestfalen geben und diese ermuntern, Gründungen aktiv zu unterstützen.

Gründungsreport 2019