Die 79 Industrie- und Handelskammern (IHKs) fordern Sofortmaßnahmen gegen die hohen Strom- und Energiepreise in Deutschland. Ihr höchstes Gremium, die DIHK-Vollversammlung, verlangt in einer am 23. März verabschiedeten Resolution außerdem zehn konkrete Schritte, um Unternehmen dauerhaft zu entlasten, die Energieversorgung zu sichern und den Wirtschaftsstandort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

DIHK-Präsident Peter Adrian fordert die Politik auf, zu reagieren: „Nahezu alle Branchen sind von den dramatischen Preissteigerungen bei Strom, Gas und Kraftstoffen betroffen. Daher benötigen viele deutsche Unternehmen kurzfristig zinsgünstige KfW-Kredite oder sogar Notfallzahlungen.“ In der zweiseitigen Resolution heißt es: „Die historisch hohen Strom- und Energiepreise bedrohen seit Monaten viele deutsche Unternehmen in ihrer Existenz. Teilweise war es bereits vor dem Krieg in der Ukraine aufgrund der hohen Preise betriebswirtschaftlich sinnvoll, Maschinen und Anlagen abzustellen, anstatt zu produzieren und Energie zu verbrauchen. Auch in der Logistik und bei Mobilitätsdienstleistern ist die Lage dramatisch.“

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine habe sich die Situation massiv verschärft. Russland sei kein sicheres Lieferland für Energierohstoffe mehr. Zwar erfülle Russland bisher seine langfristigen Lieferverpflichtungen. Das könne sich aber jederzeit ändern.

Zu den zehn Sofortmaßnahmen der IHK-Organisation gehören unter anderem die Reduzierung der Abhängigkeiten, die Senkung von Steuern und Abgaben auf Strom- und Energiepreise und der Schutz vor Carbon Leakage.

Die Resolution mit den zehn konkreten Vorschlägen finden Sie hier im Wortlaut.

Quelle: DIHK

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