CLP-Verordnung: Neue Guidelines zur Titandioxid-Kennzeichnung

Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat am 20. September 2021 neue Anleitungen für Unternehmen zur Anwendung der harmonisierten Einstufung bzw. Kennzeichnung von Titandioxid im Rahmen der europäischen CLP-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung, Verpackung von Stoffen und Gemischen) auf ihrer Website veröffentlicht. Titandioxid kommt als Weißmacher in diversen Produkten zum Einsatz. Hintergrund der entwickelten Guidelines der ECHA sind die am 1. Oktober 2021 auslaufenden Übergangsfristen für die neuen Anforderungen der CLP-Verordnung im Hinblick auf Titandioxid. Diese gehen auf die Delegierte Verordnung (EU) 2020/217 (sogenannte 14. ATP) zurück, welche bereits im Februar 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde – mit anschließenden punktuellen Korrekturen. Darin ist die harmonisierte Einstufung bestimmter Formen von Titandioxid im Rahmen der CLP-Verordnung als vermutlich krebserzeugend beim Einatmen vorgesehen. Die nun verfügbaren Guidelines der ECHA zur Anwendung der neuen Vorgaben für Unternehmen und Behörden wurden laut ECHA u. a. gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) entwickelt und betreffen v. a. verschiedene Gemische.

Die Guidelines der ECHA sowie eine genauere Darstellung der verschiedenen neuen Kennzeichnungsvorgaben finden Sie hier.

Quelle: DIHK

Weitere Themen

Anfang Dezember gab es eine Einigung zur EUDR. Final muss die Verschiebung im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden.
Umwelt & Energie

EUDR: Trilog-Einigung zu Verschiebung und Erleichterungen sowie EUDR-Umfrage

Die EU-Institutionen haben sich im Trilog zur EUDR am 4.12. zügig geeinigt. Viele der Forderungen der DIHK sind in den Anpassungen enthalten. Die Trilog-Einigung muss noch formal vom Rat und vom Plenum des Europaparlaments (am 16.12.25) angenommen werden. Die DIHK bemüht sich nun, die 4-monatige Review-Phase Anfang 2026 so gut wie möglich zu nutzen. Neben Beispielen bringt die DIHK hierzu auch Umfrageergebnisse ein. An einer bundesweiten Umfrage mit dem Ziel, die Unternehmensperspektive zu Aufwand und Ressourcen zu sammeln und praxisnahe Herausforderungen sichtbar machen, können alle Interessenten gerne teilnehmen.

weiterlesen