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Ostwestfälischer Gründungstag: Diese Gründer leben ihren Traum

Der Traum vom eigenen Business: Stephan Röcken, Thomas Kursawe, Rene Keber und Johann Brauer haben ihn sich erfüllt. Von ihren Erfahrungen wollen sie auch andere profitieren lassen. Beim Ostwestfälischen Gründungstag haben sich die Gründer selbst und ihre Unternehmen vorgestellt. Gemeinsam mit der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld hat die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld mit der Veranstaltung eine Plattform zum Austausch von Informationen, Erfahrungen und  Netzwerken geschaffen.

Das Gründungsinteresse ist in Deutschland ungebrochen. Doch die Zahl derer, die letztlich tatsächlich den Schritt in die Selbständigkeit wagen, geht zurück. Das belegt der Gründerreport 2019 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Häufig nennen die Gründer in spe als Ursache zu viel Bürokratie etwa bei Genehmigungen, bei der Umsetzung der DSGVO, bei Steuern und Förderanträgen, die sie von einer Gründung abhalten. Mit Events wie dem Ostwestfälischen Gründungstag soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. So machten auch Oliver Flaskämper, Vize-Präsident der IHK Ostwestfalen, und Peter Eul, Präsident der Handwerkskammer OWL, in ihrer Begrüßung aktiv Werbung für die Gründung.

Nützliches Netzwerk

Zahlreiche erfolgreiche Beispiele gebe es schließlich auch in dieser Region. Dazu gehört auch die Geschichte von Thomas Kursawe. Im Alter von 53 Jahren hat der Zahntechnikmeister das zahntechnische Labor Les Dents GmbH gegründet, nachdem er bereits fast 37 Jahre in dieser Branche Berufserfahrung sammeln konnte. Mit der Gründung ließ sich Kursawe bewusst Zeit. „Ich hatte das Glück, dass ich passende Ansprechpartner gefunden habe. Wo bekomme ich Fördermittel? Wer gibt Fördermittel? Was muss ich beachten? Bekomme ich eine Meistergründungsprämier?“, zählt der Gründer auf. Für ihn bestand diese Hilfestellung aus vielen kleine Dinge, die einem die ersten Schritte erleichtern. Kursawe: „So ein Netzwerk hat man nicht von Anfang an, da muss man erst nach und nach reinkommen.“

Hilfe beim Förderprogramm

Stephan Röcken war bereits mitten drin. Schon seit 2012 arbeitete der Fotograf im Studio Toelle. Bis dessen Inhaber Norbert Toelle einen Nachfolger suchte. „Man hat sich gesucht und gefunden. Ich hatte Lust auf Veränderung“, sagt Röcken rückblickend. Er nahm einen Berater in Anspruch, der ihm beim Schreiben des Business-Plans, den Bankgesprächen und der Kaufpreisverhandlung unterstützte. „Wir haben auf ein Förderprogramm der IHK zurückgegriffen. Man ist da selbst ja gar nicht so im Bilde und freut sich über Unterstützung. Das griff alles gut ineinander“, sagt Röcken. Er sieht sich und das Studio gut aufgestellt und freut sich auf die kommenden Jahre.

Flexibel bleiben

Im Tandem haben Rene Keber und Johann den Marktforschungsdienstleister Global Scope Solutions gegründet. „Rene als Jurist und ich als BWLer haben uns dabei gut ergänzt“, sagt Johann Brauer. Die Beiden besuchten vor der Gründung ein Gründer-Seminar, von dessen Inhalt sie auch heute noch profitieren würden. Rene Keber und Johann Brauer hatten sich gut vorbereitet – mit der Erfahrung von heute vielleicht sogar zu präzise. „Du musst in der Gründung flexibel bleiben“, rät Johann Brauer, sich nicht von der Bürokratie oder Verschiebungen im Zeitplan entmutigen zu lassen.

Infomarkt mit 14 Beratungsstellen

Mehr als 90 Teilnehmer ließen sich von den Unternehmern inspirieren. Im Anschluss konnten sie weitere nützliche Informationen für die Gründung sammeln. In acht Vorträgen ging es etwa um Grundlagen, Förderung, Marketing, Steuern und mehr. 14 Beratungsstellen präsentierten sich auf einem Infomarkt und beantworteten die zahlreichen Fragen der Gäste, die so Anregungen sammeln und neue Kontakte knüpfen konnten.

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