Studie: Erneuerbare können bis 2050 auf 84 Prozent der deutschen Stromerzeugung wachsen

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Wind- und Solarstrom könnten im Jahr 2050 einen Anteil von 74 Prozent zum deutschen Strommix beitragen, andere Arten der grünen Stromerzeugung steuern die übrigen zehn Prozent bei. Schon 2025 könnten Erneuerbare 74 Prozent ausmachen. Zugleich werden erhebliche Kostenreduktionen bei Wind-, Solar- und Batterietechnologien erwartet. Zu diesen Ergebnissen kommt der „New Energy Outlook 2050“ von Bloomberg New Energy Finance (BNEF).

Als ursächlich für den starken Erneuerbaren-Anstieg sehen die Autoren der Studie in erster Linie den Atomausstieg sowie die verringerten Beiträge zum Strommix durch Kohle- und Gaskraftwerke an. Nichtsdestotrotz würden die CO2-Emissionen Deutschlands im Jahr 2050 nach wie vor den europaweit höchsten Wert darstellen.

Mit bis zu 71 Prozent werden bei Photovoltaikanlagen die größten Kostenreduktionen prognostiziert. Bei Windkraftanalgen gehen die Autoren von einem Kostenrückgang von 58 Prozent aus. Ein entscheidender Faktor für den hohen EE-Anteil an der Stromerzeugung ist zudem der immer wettbewerbsfähigere Einsatz von Speichertechnologien. Schon bis 2030 könnten die Kosten für Lithium-Ionen-Akkus um zwei Drittel fallen. Der Einsatz volatiler Stromerzeuger wird so erleichtert.

Auf gesamteuropäischer Ebene könnte der Anteil erneuerbarer Energien mit 87 Prozent sogar noch etwas höher steigen als in Deutschland. Weltweit gesehen könnten Wind- und Solarstrom 2050 rund 50 Prozent des Strommixes ausmachen. Indien würde einen Anteil von 75 Prozent erreichen, China von 62 Prozent und die USA von 55 Prozent. Der Anteil von Gas- und Kohlestrom am globalen Strommix sinkt laut Studie von heute 63 Prozent auf nur noch 29 Prozent in 2050.

Mit diesem Trend einhergehend ändern sich die Finanzierungsströme: Zwischen 2018 und 2050 würden 7,3 Billionen Euro in Wind und PV investiert werden, während „nur“ 1,3 Billionen Euro in Gaskraftwerke fließen.

Die Studie kann hier abgerufen werden.

Quelle: DIHK