EMAS-Jahresbericht 2017

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Der DIHK hat als gemeinsame Stelle der EMAS-Registrierung den Bericht zur Entwicklung von EMAS in Deutschland im Jahr 2017 vorgelegt. Das Fazit für das vergangene Jahr ist positiv: Die Zahl der Organisationseintragungen ist gegenüber dem Vorjahr um 19 auf 1.244 und die Zahl der registrierten Standorte um 116 auf 2.227 gestiegen.

Entsprechend der Entwicklungen der Registrierungen ist auch die Zahl der Mitarbeiter in EMAS-Organisationen deutlich gestiegen und schließt damit an die Höchststände von Anfang der 2000er Jahre an. Hinzugekommen sind vor allem Betriebe aus dem produzierenden Gewerbe. Hier macht sich weiter die Anerkennung von EMAS für die Beantragung des Spitzenausgleichs bei der Strom- und Energiesteuer und bei der Verpflichtung von Nicht-KMU zur Durchführung eines Energie-Audits bemerkbar.

Im September 2017 ist eine Änderung der Anhänge I bis III der EMAS-Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 in Kraft getreten. Damit erfüllen EMAS-Organisationen gleichzeitig auch wieder die Anforderungen der 2015 angepassten Umweltmanagementnorm ISO 14001. Ein im Dezember 2017 zum Abschluss gekommener Fitness Check der EU-Kommission hat die Nützlichkeit von EMAS bestätigt, sieht aber aufgrund der geringen Verbreitung nur begrenzte Auswirkungen des Instrumentes auf die Erreichung der europäischen Umweltziele.  EU-Kommission und Rat sind daher zu dem Schluss gekommen, dass EMAS fortgeführt, zugleich aber die Förderung und Anerkennung von EMAS gestärkt werden muss. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, sich intensiver für die Verbreitung von EMAS einzusetzen. Zu den geplanten Aktivitäten gehören die Identifizierung von guten Beispielen zur Förderung von EMAS in den Mitgliedstaaten, die Entwicklung einer Kommunikationsstrategie und Erleichterungen bei der Anwendung von EMAS.

Quelle: DIHK