Studie: Kosten von 1 Euro je Liter für synthetische Kraftstoffe bis 2050 möglich

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Die Produktionskosten für synthetische Kraftstoffe können einer Studie von Frontier Economics für Agora Verkehrswende zufolge bis 2050 auf 10 Cent je kWh (rd. 1 Euro/Liter) sinken. Voraussetzungen für einen Kostenrückgang bei der Produktion von E-Fuels sind günstige erneuerbare Energien und eine Kostendegression für Elektrolyseure und die CO2-Gewinnung aus der Luft.

Als E-Fuel werden in der Studie synthetisches Methan sowie flüssige Brennstoffe (Benzin/Diesel) verstanden. Die Studie macht zudem deutlich, dass Energieimporte für Deutschland gegenüber einer Selbstversorgung aus erneuerbaren Energien günstiger sind. Deutlich wurde auch, dass die Nutzung von „Überschussstrom“ aufgrund der geringen Benutzungsstunden von Elektrolyseuren die Wirtschaftlichkeit der Kraftstoffproduktion stark beeinträchtigt. Die Fälle einer kombinierten Nutzung von Sonne und Wind in Nordafrika bzw. im Nahen Osten ergeben die günstigsten Produktionskosten.

Die Studie unterstreicht, dass die CO2-Minderungspotenziale durch synthetische Kraftstoffe erheblich sind. Gleichzeitig ist die direkte Nutzung erneuerbarer Energien aus Gründen der Energieeffizienz und CO2-Minderung vorzugswürdig, wo immer es möglich ist. So sind die Wirkungsgrade batterieelektrischer Fahrzeuge und Heizungswärmepumpen erheblich höher als die indirekte Nutzung Erneuerbarer über E-Fuels. Hier erhöhen sich durch die Umwandlungsverluste die Treibhausgasemissionen der Vorkette erheblich. So wären bei ausschließlicher Nutzung Erneuerbarer CO2-Emissionswerte von rund 30 g CO2/km bei PKW erreichbar.

Anwendungsfelder für synthetische Kraftstoffe sieht Agora vor allem für den See- und Luftverkehr, Hochtemperaturprozesse in der Industrie, Grundstoffchemie und als Energiequelle für die Rückverstromung.

Die Studie von Frontier Economics sowie weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Agora Verkehrswende.

Quelle: DIHK