EU-Kommission will Definition von Nanomaterialien überprüfen

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Die EU-Kommission hat einen Fahrplan zur Überprüfung ihrer Empfehlungen zur Definition von Nanomaterialien veröffentlicht. Bis zum ersten Quartal 2018 strebt sie eine überarbeitete Definition des Begriffs an. Dazu bittet sie Stakeholder um erste Rückmeldungen bis Mitte Oktober.

In dem Fahrplan bittet die EU-Kommission um Rückmeldung zu ihren Empfehlungen zur Definition von Nanomaterialien (NO 2011/696). Die Empfehlungen haben keinen bindenden Charakter, werden jedoch bei vielen Gesetzgebungsvorhaben (bspw. REACH, Biozidprodukterecht etc.) angewandt. Die Überarbeitung hat das Ziel, eine konsequente Anwendung des Begriffs Nanomaterial sowie die Vereinfachung der Umsetzung der Definition über alle Rechtsvorschriften hinweg zu erreichen. Das Papier beschreibt Nanomaterialien als „Materialien, die in sehr kleinem Maßstab manipuliert werden, die neue oder verbesserte Eigenschaften haben, im Vergleich zu einem gleichen Material in größerem Maßstab“. Die Kommission strebt die Überarbeitung bereits bis zum Ende des ersten Quartals 2018 an, um sie beispielsweise bei der Überarbeitung der REACH-Anhänge (2014/ENV+/013) zur Registrierung von Nanomaterialien anwenden zu können.

Aufgrund der überwiegend technischen Aspekte der Empfehlung plant der DIHK aktuell nicht, sich an der Konsultation zu beteiligen. Anregungen oder Hinweise, insbesondere zur Betroffenheit von Unternehmen, nehmen wir dennoch gerne entgegen und reichen diese auf geeignete Art weiter.

Quelle: DIHK