Übertragungsnetzbetreiber legen Netzentgelte für 2018 vor

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Die ÜNB haben die vorläufigen Preisblätter für 2018 vorgelegt. Während 50Hertz seine Netzentgelte um 11 Prozent senkt, steigen sie bei Tennet um 9 Prozent, TransnetBW um 13 Prozent und bei Amprion um 45 Prozent.

50Hertz:

  • Rückgang der Netzentgelte um 11 Prozent.
  • Begründet insbesondere durch die (teilweise) Inbetriebnahme der Thüringer Strombrücke (Südwest-Kuppelleitung) sind die Netzstabilisierungskosten, die im Jahr 2015 noch bei 350 Mio. Euro lagen, 2016 um 50 Prozent verringert werden.
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Amprion:

  • Anstieg der Netzentgelte um durchschnittlich 45 Prozent.
  • Wesentlich begründet durch netzentlastende Maßnahmen, die im vergangenen Winter erforderlich waren, u. a. um den Bedarf aus Frankreich, wo einige AKWs nicht am Netz waren, auszugleichen.
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Tennet:

  • Anstieg der Netzentgelte um durchschnittlich 9 Prozent.
  • Wesentlich begründet durch netzentlastende Maßnahmen.
  • Ein Rückgang der Kosten für netzentlastende Maßnahmen wird erst erwartet, wenn wichtige Netzausbauvorhaben in Niedersachsen und Schleswig-Holstein abgeschlossen sind.
  • Die Netzentgelte von Tennet waren von 2016 auf 2017 um 80 Prozent erhöht worden.
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TransnetBW:

  • Anstieg der Netzentgelte um durchschnittlich 13 Prozent.
  • Wesentlich begründet durch netzentlastende Maßnahmen.
  • Link auf Preisblätter

Bei allen Übertragungsnetzbetreibern spielen die Investitionskosten für den Netzausbau noch eine untergeordnete Rolle. Die netzentlastende Funktion der Thüringer Strombrücke zeigt deutlich den Bedarf am Netzausbau bei steigendem Anteil Erneuerbarer Energien und Verlagerung der Erzeugung nach Norden. Die im Juli 2017 verabschiedete bundesweite Wälzung der Übertragungsnetzentgelte (Netzentgeltmodernisierungsgesetz) erfolgt schrittweise ab dem 1. Januar 2019, wirkt sich also auf die Netzentgelte im kommenden Jahr noch nicht aus.

Die Netzentgelte der jeweiligen Anschlussebene enthalten die Netzkosten der darüber liegenden Netzebenen. In den Netzentgelten der Niederspannung machen die Kosten für das Übertragungsnetz je nach Region noch etwa ein Drittel aus.

Quelle: DIHK