BMWi veröffentlicht Impulspapier Strom 2030

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Das Bundeswirtschaftsministerium hat am 16. September ein Impulspapier „Strom 2030“ mit zwölf energiepolitischen Trends und daraus abgeleiteten Aufgabenstellungen für die kommenden Jahre veröffentlicht. Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 31. Oktober 2016.

Das Impulspapier zielt in Anlehnung an die Etablierung eines „Strommarktes 2.0“ mit dem Strommarktgesetz auf die Entwicklung eines „Energiemarktes 2.0“. Ausgangspunkt für die Überlegungen des BMWi sind die drei folgenden Leitlinien für den verstärkten Einsatz von Strom – auch in den Bereichen Mobilität und Wärme:

  • deutliche und dauerhafte Senkung des Energiebedarfs in allen Sektoren („efficiency first“)
  • direkte Nutzung von erneuerbaren Energien
  • effizienter Einsatz von Strom für Wärme, Verkehr und Industrie (Sektorkopplung)

Die Ausgestaltung der Leitlinien steht in Teilen mit dem „Grünbuch Energieeffizienz“ parallel zur Konsultation.

In dem Impulspapier werden für die Zeit bis 2030 zwölf aus Sicht des BMWi wünschenswerte energiewirtschaftliche Trends beschrieben:

  1. Die fluktuierende Stromerzeugung aus Wind und Sonne prägt das System.
  2. Der Einsatz fossiler Brennstoffe im Kraftwerkspark geht deutlich zurück.
  3. Die Strommärkte werden europäischer.
  4. Versorgungssicherheit wird im Rahmen des europäischen Strombinnenmarktes gewährleistet.
  5. Strom wird deutlich effizienter genutzt.
  6. Sektorkopplung: Heizungen, Autos und Industrie nutzen immer mehr erneuerbaren Strom statt fossiler Brennstoffe.
  7. Moderne KWK-Anlagen produzieren den residualen Strom und tragen zur Wärmewende bei.
  8. Biomasse wird zunehmend für Verkehr und Industrie genutzt.
  9. Gut ausgebaute Netze schaffen kostengünstige Flexibilität.
  10. Die Systemstabilität bleibt bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien erhalten.
  11. Die Netzfinanzierung erfolgt fair und systemdienlich.
  12. Die Energiewirtschaft nutzt die Chancen der Digitalisierung.

Zur Durchsetzung dieser Trends werden Aufgaben für die Weiterentwicklung des energiepolitischen Rahmens abgeleitet und zur Diskussion gestellt. Eine zusätzliche Kurzfassung des Impulspapiers finden Sie hier.

Quelle: DIHK