EEG-Umlage steigt auf 6,354 Cent/kWh

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Entgegen von Aussagen im Rahmen der EEG-Novelle ist die Kostendynamik des EEG nicht gebrochen. Nach der Verschnaufpause in diesem Jahr steigt die EEG-Umlage 2016 auf den neuen Rekordwert von 6,354 Cent/kWh, wie die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) bekannt gaben. Mit diesem Wert werden 22,9 Mrd. Euro auf die Stromkunden gewälzt.

Der Anstieg der Umlage beträgt rund 3 Prozent oder 0,184 Cent/kWh. Für einen Betrieb mit 2 GWh Stromverbrauch steigt sie um 3.680 Euro. Die Kernumlage (ohne Liquiditätsreserve und Überschuss EEG-Konto) würde bei 6,407 Cent/kWh liegen.

Von welchen Annahmen gehen die ÜNB aus:

  • Der gesamte Vergütungsanspruch aller Anlagen beträgt 28,7 Mrd. Euro (Erlöse durch Verkauf nicht abgezogen).
  • Es kommt zu einem Anstieg der EEG-geförderten Stromerzeugung von 15 TWh. Im kommenden Jahr sollen dann rund 176 TWh erzeugt und über das EEG vergütet werden.
  • Die Mehreinspeisung geht vor allem auch auf einen Zubau an Anlagen zurück. So sollen 2016 rund 2.700 MW Wind an Land, 1.550 MW PV und 663 MW Wind auf See zugebaut werden.
  • Die Erlöse durch die Vermarktung des Stroms (gut 1,5 Mrd. Euro) sinken aufgrund der niedrigen Börsenpreise um 14 Prozent.
  • Von der EEG-Umlage entfallen 2,6 Cent auf PV, 2 Cent auf Wind (Onshore und Offshore) sowie 1,7 Cent auf die Biomasse.
  • Der Überschuss auf dem EEG-Umlagekonto Ende September 2015 von rund 2,5 Mrd. Euro senkt die EEG-Umlage für das kommende Jahr rein rechnerisch um 0,7 Cent/kWh.
  • Die Liquiditätsreserve, mit der die ÜNB Schwankungen auf dem EEG-Konto ausgleichen, liegt 2016 stabil bei zehn Prozent. Ihr Anteil an der EEG-Umlage beträgt rund 0,6 Cent pro Kilowattstunde (ca. 2,3 Milliarden Euro).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: DIHK

Eine Antwort

  1. Thomas
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    Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Das wird ganz sicher einige dazu bringen, über Alternativen in diesem Bereich nachzudenken, denn dadurch steigen die Stromkosten wieder einmal an.