Netzentwicklungspläne 2014

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Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Netzentwicklungsplan Strom (NEP) und den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) anhand der ihr auferlegten energiewirtschaftlichen Prüfungskriterien und mehr als 34.000 eingegangenen Konsultationsstellungnahmen für das Zieljahr 2024 bestätigt und gemeinsam mit dem Umweltbericht veröffentlicht.

63 der 92 von den Übertragungsnetzbetreibern vorgeschlagenen Netzausbaumaßnahmen im Übertragungsnetz wurden als erforderlich qualifiziert. Damit umfasst der NEP 2014 rund 3.050 km Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen im Bestandsnetz und rund 2.750 km Neubautrassen. 43 der 63 Vorhaben sind bereits im BBPlG von 2013 berücksichtigt, davon rund 2.750 km als Verstärkungs- und 2.300 km als Neubauvorhaben. Von den sieben vorgeschlagenen Offshore-Anbindungen wurden drei durch die BNetzA bestätigt.

Neu in der Prüfung durch die BNetzA ist, dass der langsamere Ausbau der Offshore-Windenergie und die Möglichkeit der Spitzenkappung bei Windstromeinspeisung Berücksichtigung finden. Die von den Koalitionsspitzen am 1. Juli 2015 vorgeschlagene Kürzung der Gleichstrompassage Süd-Ost nach Isar bei Landshut anstatt in den Raum Grundremmingen wurde durch die BNetzA geprüft. Dafür bedürfe es elektrotechnisch einer Ertüchtigung des Drehstromnetzes zwischen Ottenhofen und Oberbachern. Bestätigt wurde auf Grundlage der energiewirtschaftlichen Kriterien aber die ursprünglichen, von den Netzbetreibern beantragten Anfangs- und Endpunkte.

Zusammen mit den Netzentwicklungsplänen wurde der überarbeitete Umweltbericht als Ergebnis einer strategischen Umweltprüfung veröffentlicht. Berücksichtigt sind hier die Umweltauswirkungen von Erdverkabelung bei einer größeren Anzahl von Vorhaben, einschließlich der Gleichstrompassagen.

Die Netzentwicklungspläne 2014 und der Umweltbericht stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung.

Quelle: DIHK