1.188 Organisationen mit 2.226 Standorten und knapp 930.000 Beschäftigen verfügten im vergangenen Jahr über ein in Deutschland registriertes Umweltmanagementsystem nach dem Eco-Management and Audit Scheme (EMAS). Das zeigt der EMAS-Jahresbericht 2018 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Gegenüber 2017 bedeuten die neuen Daten einen leichten Rückgang: Die Zahl der Organisationseintragungen sank gegenüber dem Vorjahresstand um 56, die der dahinterliegenden Standorte um sieben.

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vorgenommen, bis 2030 in Deutschland 5.000 EMAS-registrierte Standorte zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist nach Einschätzung des DIHK eine deutlich stärkere Würdigung der Umweltleistung erforderlich, die mit EMAS erreicht und durch unabhängige Prüfungen bestätigt wird. Möglich wäre das etwa in Form einer besseren Anerkennung von EMAS für die Erfüllung von Umweltauflagen und Berichterstattungspflichten.

Eine erste Verbesserung bedeutet etwa die Ende 2018 veröffentlichte Änderung des Anhangs IV der EMAS-Verordnung (EG) Nr. 1221/2009: Sie ermöglicht den beteiligten Unternehmen und anderen Organisationen nicht nur eine flexiblere Umweltberichterstattung, sondern stellt auch klar, wie die EMAS-Umwelterklärung als zentraler Baustein zur Erstellung eines Nachhaltigkeits- beziehungsweise CSR-Berichtes genutzt werden kann. Zudem wird die Berücksichtigung indirekter Umweltaspekte und Lieferketten stärker herausgestellt.

Quelle: DIHK