Heute folgt der dritte und finale Teil der Kurzserie von Azubi Franziska:

„Bei Storck durchlaufe ich die verschiedensten Abteilungen. Neben den Produktionen unserer einzelnen Süßwaren, wie z.B. Toffifee, nimm2 Lachgummi, Dickmann’s, Mamba oder Riesen arbeite ich auch in den Bereichen Forschung & Entwicklung, im Labor und in der Qualitätssicherung. In jeder Abteilung haben wir einen Ausbildungsbeauftragten, der uns als Ansprechpartner zur Seite steht. Zu Anfang schaut man zu, dann beginnt man die Aufgaben gemeinsam mit einem Kollegen auszuführen und wenn feststeht, dass man sie beherrscht, darf man sie schließlich alleine machen.

In den Produktionsabteilungen erklärt uns beispielsweise ein Anlagenfahrer eine Produktionsstraße und die Routineaufgaben, die immer wieder während laufender Produktion anfallen. Dies kann das Nachfüllen von Aroma sein, das Durchführen von Kontrollwiegungen oder das Erstellen eines neuen Koch-Ansatzes für eine Zuckermasse. Als Nächstes wird uns das An-& Abfahren der Produktionsanlage vermittelt, das schon deutlich komplexer ist. Direkt nach dem Abfahren wird die Reinigung durchgeführt.

Zur Kontrolle der Qualität gibt es die Qualitätssicherung. Eine der Routineaufgabe in dieser Abteilung ist der morgendliche Rundgang durch alle Abteilungen. Wir kontrollieren die aktuell produzierte Ware, dazu gehört das Verkosten, das optische Bewerten und das Vergleichen der Datenblätter, ob die richtigen Verpackungsmaterialien eingesetzt wurden. Überall werden Rückstellmuster entnommen, die in der gesamten Zeit bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums bei idealen Bedingungen gelagert werden. Das ist wichtig, um im Falle einer Reklamation eine Überprüfung durchführen zu können. Jeder Azubi bekommt bei uns eine eigene Testreihe, bei der er an verschiedenen Stellen der Produktion Produktproben entnimmt und miteinander vergleicht.

Das Labor arbeitet eng mit der Qualitätssicherung zusammen. Hier wird die Zusammensetzung der Produkte überprüft.

Hier wird zum Beispiel der Wassergehalt unserer Produkte ermittelt. Bei unserem Kaubonbon Mamba ist eine gewisse Menge an Feuchtigkeit für die Konsistenz wichtig und dafür, dass unsere Mambas beim Auspacken nicht an ihrem Wickler kleben. Dieser Wert liegt für Kaubonbons generell bei ca. 7-10% und er muss ständig überprüft werden.

Dazu wird eine Probe der Kaubonbons auf ein Milligramm genau eingewogen und für eine vorgeschriebene Zeit in den Trockenschrank gestellt. Bei diesem Vorgang verdampft das gesamte Restwasser. Wenn die Zeit abgelaufen ist, wird die Probe erneut eingewogen und der nun vorliegende Wert von der vorherigen Einwaage abgezogen. Das Gewicht, welches übrigbleibt, beschreibt dann das verdampfte Wasser. Über den Dreisatz wird der genaue prozentuale Wassergehalt errechnet und mit den Soll-Vorgaben verglichen.

Im Labor lernen wir auch die Prozesse der Rohstoffeingangskontrollen kennen. Wir überprüfen, ob die angelieferten Rohstoffe unseren hohen Qualitätsanforderungen entsprechen.

Im Bereich Forschung & Entwicklung wird regelmäßig an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet. Dies kann von Monaten bis hin zu ein paar Jahren dauern, das ist ganz unterschiedlich. Das Beste für uns Azubis ist es, dass wir hier, wie in der Schule, kleine Anlagen haben, an denen noch viel per Hand gemacht wird. So bekommt man ein besseres Verständnis für die einzelnen Herstellungsschritte als an einer komplexen Anlage während der Produktion. In der Forschung & Entwicklung kreieren, entwickeln und testen wir auch unser Eigenprodukt für die Abschlussprüfung.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Ausbildung zum Süßwarentechnologen geben.“